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Frohe
Weihnachten
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| Bilder zum Text
des Briefes |
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Im
Kontrast zur Umgebung und zu der Stimmung, die wir in unserem „Fin de
Siecle“ Brief geschildert hatten, steht die politische Stimmung dieser
Tage. Aber wir wollen uns das Fest nicht allzu sehr mit Politik
verderben; deshalb nur so viel:
Das von Bush geheuchelte Christentum könnte bei seiner
fortwährenden Missachtung des 9. und 10. Gebots nicht schlimmer
missbraucht werden und genauso hält er es mit seiner politischen
Aufgabe - mit dem Vertrauen, das ihm so viele US Bürger gaben.
Wir verstehen das überraschende Wahlergebnis nicht - alle Indizien
sprachen für einen Sieg der beiden Johns – immerhin gibt es
Stimmen, die von getürkten Ergebnissen sprechen: z.B. gab es mehr
Stimmen als Wähler in Ohio, wo der Bush Freund Mr. Diebold die
elektronischen Wahlcomputer installierte, die keine Papier- kopie des
Stimmzettels erlauben. Bekannte, die republikanisch wählten und
die wir fragten warum, hatten nicht viel Gutes über Bush zu sagen
und erwähnten nur Schlechtes über die Johns: so stark
hatte die üble Nachredekampagne auf viele Amerikaner
gewirkt. So, nun ist doch mehr Politik in unseren Brief gekommen
als wir wollten. Aber es musste von der Seele. Was
war 2004? Wieder hatten wir viele liebe Besucher. Johns Eltern
besuchten uns im Januar, Dietmars Mutter war im Februar bei uns, die
Schedewies im März, Charlie und Pat Aprahamian (Dietmars liebster
professorialer Kollege aus Milwaukee) im April, Nils Wittmann im
Juni, Don und Diane Herron im Juli, Anna, John und Syrah zusammen
mit Hurricane Charlie im August und Ingrid Kracht sowie Sven
Schiller und seine wunderbare Fabienne im September. Ebenso beehrten
uns im September die Hurricanes Francis, Ivan und Jeanne,
schädigten viele Pflanzen, rissen uns einige Ziegel vom Dach
und brachten unglaubliche Mengen von Sand and den Strand. Nach Ivan war
der Strand 2 Meter höher, Jeanne zog den Sand jedoch wieder
ab, so dass die Shores of Treasure Island nun viel flacher und breiter
den Übergang zum wieder klaren, türkisfarbenen Meer bilden. Dietmar
ist in diesem Jahr an die 1000 km mit unserem Milou an diesem
paradiesischen Strand gelaufen. Während der Schildkröten
Saison vom 1. Mai bis normalerweise Ende Oktober (dieses Jahr hatten
die Hurricanes die Saison im September beendet) hat Dietmar als
offizieller „Turtle Watcher“ die Nestaktivitäten beobachtet,
registriert, gemeldet und jede Woche ein Photo von jedem den 49 Nester
in „Zone 7“ auf Casey Key geknipst. Einige Bilder wurden dann auch
prompt nach der ersten Auswertung von Mote Marine bei einem Vortrag
gezeigt. Heidi
zieht es seit einem Jahr mehr zur künstlerischen
Beschäftigung und sie findet viel Freude an der Kunst des
Naturdrucks, seitdem uns Helga Wendts Freunde Erika und Klaus in diese
wunderbare Welt einführten. Heidi hatte viel Gelegenheit,
verschiedene Techniken bei Kursen und regelmässigen Workshops
sowie bei einem Besuch in Erikas Werksatt in Quickborn zu lernen
und zu üben. Der Umgang mit vielfältigen Materialien im
eigenen kleinen Arbeitsraum zu hause und in der gemeinsamen
Clubwerkstatt hat schon einige schöne, zufriedenstellende Produkte
hervorgebracht . Wenn
man in Florida lebt, reist man nicht! Dennoch fuhren wir drei mal fort.
Im August feierten wir Lonas 90. Geburts- tag in Hamburg und besuchten
Freunde wie Antonie and Klaus Jenecke, Ingrid Kracht und auch nach
langer Zeit die gesamte Familie Wendt. Eigentlich hatte sich keines der
Kinder in den 30 Jahren wesentlich geändert. Dietmar machte mit
seinen alten Freunden Wolfgang und Peter die obligatorische Radtour
durch Wälder und Auen von Klövensteen und Umgebung wie in
alten Zeiten, fuhr mit Gisa Tolksdorf an die Ostsee und verbrachte auch
noch ein
paar nette Tage mit Uschi und Vom
9. -12. Oktober waren wir in New Orleans zum Chirurgenkongress. Wir
konnten auf der schönen Autofahrt dahin die beeindruckenden
Zerstörungen der Hurricanes sehen. In manchen Wohngebieten war
jedes 2. Dach abgedeckt, in den Wäldern jeder 2. Baum geknickt,
eine ganze Autobahnbrücke über einige Kilometer
eingestürzt. Ende
Oktober flogen wir nach Milwaukee zur goldenen Hochzeit von Pat und
Charlie Aprahamian. Das Fest im Elm- brooks Women’s Club – wo wir
seinerzeit auch Mark und Lisas Hochzeit feierten - war gelungen,
insbesondere für uns, da sie uns ein sehr freundliches und
herzliches Wiedersehen mit allen alten Kollegen von Dietmars „Faculty“
bescher- te. In Wisconsin wohnten wir in dem sehr schönen
Blockhaus von Don und Diane am Waldrand auf den zuvor landwirt-
schaftlich bearbeiteten Felden im südosten der Stadt. Don &
Diane führten
uns auch intensiver in die Politik der Präsi- dentenwahl ein. Wir
begleiteten sie zu einer Wahlrede von John Edwards im Freien vor
der Kulisse des tiefblauen
Lake Michigan. Viele Bürger waren gekommen, um den beeindruckenden
Anwärter zu sehen und zu hören. Zum
Schluss noch eines der wichtigsten Dinge des Jahres. Anna hat ihr
Fellowship in Charlottesville beendet und startete im August als
Partnerin in einer neurologischen Praxis in Atlanta – der Stadt im
Wald. Dort waren wir nun auch schon zweimal. Es sind genau 800 Km, also
8 Studen Autofahrt – ein Klacks für amerikanische
Verhältnisse. Anna, John und Syrah wohnen in einem kleinen,
freundlichen Haus. John studiert Philosophie und scheint enormen Spass
daran zu haben. Wir sind sehr stolz auf ihn. Dietmar wollte schon immer
einen Philosophen in der Familie haben. John und Anna berichten
über sich und Syrah auf unserer Webseite. Mark, Lisa und ihre drei
Mädchen – es ist eine Freude, sie heranwachsen zu sehen - haben
ihre eigene Webseite und berichten dort www.witticrew.com. |
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